Schloss Konigs Wusterhausen
Landkreis Dahme-Spreewald Brandenburg Germany
castle, chateau
Schloss Konigs Wusterhausen
Landkreis Dahme-Spreewald Brandenburg Germany
castle, chateau
The current castle is based on a 14th century moated castle firstly mentioned in 1320
Das Schloss Königs Wusterhausen in der gleichnamigen Stadt südöstlich von Berlin im Bundesland Brandenburg wurde als bevorzugte Residenz des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I
Previous names
Schloss Konigs Wusterhausen, Schloss Konigs Wusterhausen
Description
The current castle is based on a 14th century moated castle firstly mentioned in 1320. Towards the end of the 14th century, the castle was owned by the noble von Schlieben family. In 1475, the Schenken von Landsberg became the new owners of the castle. They remained so for almost 200 years. Following the Thirty Years' War, the family had run into financial difficulties and was forced to sell Königs Wusterhausen in 1669. The castle thus came into the hands of Friedrich von Jena, a university professor and privy council of the Great Elector, Friedrich Wilhelm. In 1683, after Jena's death, the Great Elector's oldest son, the future Friedrich III/I, purchased the castle likely because of the surrounding hunting grounds. He made some changes to the castle giving some of the rooms a Baroque-style appearance. So, what does a father whose job description is "Elector" get his son for Christmas? You guessed it right, a castle. It was on December 24, 1698, (Germans give presents of Christmas Eve) that Elector Friedrich III gifted this goodie to his ten-year-old son, Friedrich Wilhelm (the Soldier King). Father and son conflicts are a bit of a tradition in the Hohenzollern family and so these two also didn't get along particularly well. Friedrich III didn't only become the first King in Prussia (as Friedrich I) but also loved the royal life. Fancy jewellery, magnificent castles, you name it - he oftentimes spent more than he actually had. His son, in difference, was pretty much the walking Prussian virtue. Despite being known as "the Soldier King" he never actually started a war, because he considered that to be too expensive. He also rigidly managed the treasury and lived an otherwise very austere life. Friedrich Wilhelm especially liked to live that frugal life at Wusterhausen. He used the castle as a summer residence and hunting lodge, oftentimes spending the months of August, September and October at the castle. In 1717, Königs was added to the town's name which was henceforth literally known as "The King's Wusterhausen". One thing that the King did enjoy were the famous Tobacco Cabinets, gatherings of mainly army officers smoking in sparsely furbished rooms. The famous painting of the Tobacco Cabinet of the Soldier King featured in basically every German history textbook was painted and can still be found at Schloss Königs Wusterhausen. To tell you the truth though, Friedrich Wilhelm did make some changes to his hunting lodge during the early 18th century. After the death of Friedrich Wilhelm II, Schloss Königs Wusterhausen was officially inherited by his second son, August Wilhelm, and also declared part of the family's fideicommissum. August Wilhelm, however, didn't take a particular interest in his father's castle. Starting in the summer of 1798, life returned to the Schloss for a short while. The elderly Prince Heinrich, the Soldier King's youngest son, asked to be allowed to move into the castle of his childhood. He and his brother Prince Ferdinand spent the month of March there until his death in 1802. Shortly thereafter, between 1805 and 1810, all furniture from the castle was brought to the other Prussian royal residences. By the mid-19th century, Schloss Königs Wusterhausen was used by the Prussian military as a depot. When King Friedrich Wilhelm IV visited in 1854, he was appalled by the profane usage of the castle. He ordered the military depot to be moved out and started to renovate the castle. He, however, didn't live to see the end of the renovations. In 1861, his younger brother and successor, the future Emperor Wilhelm I, decided to revive the old tradition of royal hunts at Königs Wusterhausen. Thus the amenities of the time, like heating, running water and bathrooms, were installed at the castle. The first royal hunt took place in the fall of 1863 though now the royal family only stayed a couple of days instead of a couple of months. The last royal hunt took place in 1913 under Emperor Wilhelm II. Following the end of the monarchy, usage was very varied. In 2000, the current museum was opened. https://www.castleholic.com
Das Schloss Königs Wusterhausen in der gleichnamigen Stadt südöstlich von Berlin im Bundesland Brandenburg wurde als bevorzugte Residenz des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. und als Ort seiner Tabakskollegien bekannt. Das denkmalgeschützte Gebäude ist seit 2000 ein Museum. Geschichte des Schlosses Das Schloss gründet sich auf einer Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert und wurde 1320 erstmals schriftlich erwähnt. Eine weitere Erwähnung geht als „castrum wusterhuse“ auf 1375 zurück. 1682 wurde das Anwesen durch den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm für seinen Sohn Friedrich I. erworben, welcher es wiederum seinem Sohn Friedrich Wilhelm I., dem späteren „Soldatenkönig“, schenkte. Das Schloss unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. verachtete die barocke Verschwendungssucht seines Vaters, der Preußen mit dem Ausbau der Schlösser in Potsdam und Berlin an den Rand des Staatsbankrotts gebracht hatte. Er nutzte das einfache Schloss in Wusterhausen als Jagdschloss und Sommersitz und hielt sich möglichst nur im Winter in den Stadtresidenzen auf. Friedrich Wilhelm I. kam regelmäßig zur „Herbstlust“ nach Wusterhausen. Zu seinen Ehren erhielt der Ort Wusterhausen ab 1717 den „Königs“-Zusatz in der Bezeichnung. Der Soldatenkönig wohnte bevorzugt in diesem kleinen Schloss, dort hielt er seine Tabakskollegien ab und konnte sich mit der Ausbildung seiner Langen Kerls von den Staatsgeschäften ablenken oder auf die Jagd gehen – eine der wenigen aristokratischen Vergnügen, die er sich erlaubte. Zur Sicherung des Jagdwildbestandes ließ er 1725 den Tiergarten Neue Mühle anlegen, der direkt an den Schlosspark grenzte. Doch das Schloss war nicht nur Ort der Muße und Erholung; hier unterzeichnete er auch 1730 das Dekret, das die geplante Flucht seines Sohnes Friedrich II. nach England mit der Hinrichtung dessen Freundes Hans Hermann von Katte unglückselig beendete. Das Schloss nach Friedrich Wilhelm I. Nach dem Tod des Soldatenkönigs 1740 stand das Schloss leer und wurde dann einem Kriegsrat und seinen Offizianten als Wohnsitz überlassen. Friedrich II. hatte keine guten Erinnerungen an den Ort, in dem er einen Teil seiner unglücklichen Kindheit verbracht hatte und der ihn ständig an den verhassten Vater erinnerte. Er widmete sich lieber dem Ausbau von Schloss Sanssouci in Potsdam. Nach seinem Tode bewohnte aber sein Bruder Heinrich das Schloss gelegentlich, das ihm Friedrich Wilhelm III. ab August 1798 überlassen hatte. Ab 1799 bis zu seinem Tod 1802 verbrachte er dort den Monat März und oft auch den Oktober sowie gelegentliche Sommertage, wobei ihn sein königlicher Neffe und sein jüngerer Bruder August Ferdinand sowie andere Verwandte besuchten. Er pflegte hier die Erinnerung an seine Mutter und seine Geschwister, während der Vater, der bereits verstorben war, als er erst 14 Jahre zählte, ihm weniger dunkle Erinnerungen bereitete. Im 19. Jahrhundert wurde es von den preußischen Königen Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I. wieder als königliches Jagdschloss genutzt. Ab 1863 fanden wieder Hofjagden statt. Das Schloss wurde instandgesetzt und wieder eingerichtet. 1913 fand unter Kaiser Wilhelm II. die letzte große Jagd statt. Während der Zeit der Weimarer Republik war hier eine Zeit lang ein Museum untergebracht und während des Zweiten Weltkrieges wurde es als Lazarett genutzt. Zur Zeit der Deutschen Demokratischen Republik war es Sitz der Kreisverwaltung des Kreises Königs Wusterhausen. Ab 1991 fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt; am 30. September 2000 wurden Schloss und Garten wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute befindet sich dort erneut ein Zentrum der Kultur. Das Schloss dient wieder als Museum. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ist Eigentümerin des Schlosses und des Schlossgartens. Architektur des Schlosses Der zweigeschossige, fast quadratische Baukörper wurde bis ins Obergeschoss unter Verwendung von Feldsteinen errichtet. Er zeigt den für die Renaissance verbindlichen Typ des „Festen Hauses“. Die Nord- und die Südseite des Gebäudes zeigen die für das Schloss charakteristischen Giebelfronten mit steilen und parallel verlaufenden Satteldächern. An der nördlichen Hoffassade befindet sich der vorgelagerte, aus der Mittelachse verschobene Treppenturm mit einer aus Schiefer gedeckten Schweifhaube. Im Festsaal des Schlosses befinden sich ca. 40 Gemälde, die der Soldatenkönig zwischen 1735 und 1739 im Schloss Kossenblatt eigenhändig malte und die erst 1863 nach Wusterhausen gelangten. Vor dem Schloss liegen die beiden Kavaliershäuser, die zusammen den trapezförmigen Schlosshof bilden. Schlossgarten Der Renaissancegarten befand sich westlich des Schlosses, während sich auf der östlichen Seite ein noch ungestaltetes Auengelände befand. Zwischen 1696 und 1698 wurde auf der östlichen Seite ein Garten im Stil des französischen Barocks angelegt. Auftraggeberin war Kurfürstin Sophie Charlotte. Sie schickte Siméon Godeau, einen Schüler André Le Nôtres aus Paris, zur Gestaltung des Schlossgartens nach Wusterhausen. Heute ist die barocke Gartenstruktur – in Verbindung mit den Resten der Gestaltung des 19. Jahrhunderts und der Zeit um 1969 – wiederhergestellt.
Useful information
Gratis 6.00 EUR ermäßigt: 5.00 EUR Familie: 12.00 EUR - Informationstafeln - Spielplatz - Schlosspark schloss-koenigswusterhausen@spsg.de - Samstags und Sonntags geöffnet - Ein Besuch ist mit einem Führer möglich - Für Rollstühle nicht zugänglich - Hunde sind nicht erlaubt
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