Wilhelmsburg Castle
Schmalkalden-Meiningen Thüringen Germany
castle, chateau
Schloss Wilhelmsburg
Schmalkalden-Meiningen Thüringen Germany
castle, chateau
The Wilhelmsburg Castle in the city of Schmalkalden was a secondary residence of the Landgraves of Hesse
Das Schloss Wilhelmsburg in der Stadt Schmalkalden war eine Nebenresidenz der Landgrafen von Hessen
Previous names
Wilhelmsburg Castle, Schloss Wilhelmsburg
Description
The Wilhelmsburg Castle in the city of Schmalkalden was a secondary residence of the Landgraves of Hesse. It is one of the most important Renaissance buildings in central Germany, which has experienced no structural changes to this day and is preserved in almost its original condition. History In 1583, the Landgrave of Hesse-Kassel became the sole owner of the Lordship of Schmalkalden, which had been shared with the Counts of Henneberg until then. Landgrave William IV immediately decided to make the city one of his secondary residences. He had the 12th Century Waltaff Castle demolished and began the construction of the castle named after him on the same location. The castle was inaugurated on 23 May 1590, although it had not yet been completed. The interior was procured from Kassel. William's son Maurice often stayed at Wilhelmsburg castle. During his reign, the castle was finally completed in 1618. His successors used the castle less and less and in the early 19th Century the castle was abandoned altogether. In 1873, the Association for Henneberg History and Geography purchased the castle and began using it as a museum. Building The palace is a four-winged structure with a nearly square floor plan. The comprehensive facilities include an outdoor parade grounds, a gatekeeper's house, pleasure gardens, a kitchen garden, a prison tower, stables, a bakery and a brewery. The spatial arrangement is typical for a residential palace. The halls were decorated with scrollwork and strapwork and adorned with decorative paintings, including a copy of the Iwein epos by Hartmann von Aue the basement. Located on the City Palace is a four-winged structure with a nearly square floor plan. The comprehensive facilities include outdoor parade ground, gatekeepers house, pleasure gardens, kitchen garden, prison tower, stables and bakery and brewery. The spatial arrangement corresponds to a representative of the Royal Palace. The halls were labeled with Roll - equipped and strapwork, just as they are adorned with decorative paintings - which includes a copy of the Iwein epic in Hartmann von Aue the basement. The magnificent castle church, built by Dutch architect Willem Vernukken in 1590, is one of the oldest and most beautiful newly built Protestant churches in Germany. Many German Lutheran churches of the 18th century followed its example with the connection of altar with baptismal font, pulpit and organ in a vertical axis; central paintings above the altar were replaced with pulpits.
Das Schloss Wilhelmsburg in der Stadt Schmalkalden war eine Nebenresidenz der Landgrafen von Hessen. Es ist eine der bedeutendsten Renaissanceanlagen in Mitteldeutschland, die bis heute kaum bauliche Veränderungen erfahren hat und nahezu im Originalzustand erhalten ist. Geschichte Im Jahr 1583 wurden die Landgrafen von Hessen alleinige Besitzer der bis dahin gemeinsam mit den Grafen von Henneberg beherrschten Herrschaft Schmalkalden. Wilhelm IV. von Hessen erhob die Stadt Schmalkalden umgehend zu einer seiner Nebenresidenzen. Er ließ die aus dem 12. Jahrhundert stammende Burg Waltaff abreißen und an deren Stelle 1584 den Bau des nach ihm benannten Schlosses beginnen. Am 23. Mai 1590 wurde die Schlosskirche eingeweiht und damit das Schloss in Nutzung genommen, wenngleich die Innenausstattung noch nicht vollständig abgeschlossen war. Die mobile Ausstattung ließ der Landgraf aus Kassel herbeischaffen. Wilhelms Sohn Moritz hielt sich sehr oft und lange in Schmalkalden auf; unter seiner Bauherrschaft wurde die Schlossanlage mit Wirtschaftsgebäuden und dem Terrassengarten bis 1618 endgültig fertiggestellt. Unter Moritz’ Nachfolgern nur noch zeitweise genutzt, wurde das Schloss Anfang des 19. Jahrhunderts schließlich ganz aufgegeben. Im Jahr 1873 übernahm es der Verein für Hennebergische Geschichte und Landeskunde und nutzte das Gebäude museal. Seit 1994 gehört Schloss Wilhelmsburg zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Anlage Das über der Stadt gelegene Schloss ist eine Vierflügelanlage mit nahezu quadratischem Grundriss. Zu den umfassenden Außenanlagen gehören Exerzierplatz, Torwächterhaus, Lustgarten, Küchengarten, Gefängnisturm, Marstall sowie Back- und Brauhaus. Die Raumanordnung entspricht der eines repräsentativen Residenzschlosses. Die Säle wurden mit Roll- und Beschlagwerk ausgestattet, ebenso sind sie mit dekorativen Malereien verziert – dazu gehört auch eine Kopie des Iwein-Epos von Hartmann von Aue in den Kellerräumen. Die prächtige Schlosskirche, ausgestattet von dem Niederländer Willem Vernukken, gehört zu den schönsten und ältesten protestantischen Schlosskirchen Deutschlands. Die Verbindung von Altar mit Taufbecken, Kanzel und Orgel in einer vertikalen Achse ist hier erstmals realisiert und wirkte vorbildhaft für die Konzeption protestantischer Kirchen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstand am Südhang des Schlossbergs ein Terrassengarten. Die von Sandsteinmauern gestützten, leicht nach Süden geneigten Terrassenflächen dienten mit ihrer Kombination aus Zier- und Nutzpflanzen sowie Obstbäumen als Lustgarten, aber auch zur Versorgung der Hofgesellschaft. Die Mittelachse war durch eine skulpturengezierte Kette von Brunnen betont. Im späteren 17. Jahrhundert wurde die Wasserkunst an die Ostseite verlegt und flankierte dort die neu entstandene Treppenanlage. Ab dem 18. Jahrhundert verfiel die Terrassenanlage, und die Treppe wurde mehrfach überformt. Bis 2011 wurde die Treppenanlage saniert, bis 2015 folgte die Wiederherstellung der Terrassenanlage in ihren Grundstrukturen. Als Vorlage für die ornamentale Bepflanzung der oberen Terrasse diente eine nachweislich dieser Fläche zuzuordnende Entwurfszeichnung von 1672. Die Beet- und Gehölzpflanzungen der Gesamtanlage orientieren sich an archivalischen Belegen. Der Obstgarten dient der Pflege historischer Sorten.
Useful information
Nein 6.00 EUR Ermäßigt: 4.00 EUR ab 10 Personen: 5.00 EUR Familie: 12.00 EUR - Informationstafeln - WC - Schlossgarten info@museumwilhelmsburg.de - Schlossführung: +25.00 EUR - Einführungsvortrag: 15.00 EUR - Führung zur Iwein-Malerei: 20.00 EUR - Führung Schlosskirche: 15.00 EUR - Hunde sind erlaubt
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External links
Nearby castles