Schloss Possenhofen
Oberbayern Bayern Germany
castle, chateau
Schloss Possenhofen
Oberbayern Bayern Germany
castle, chateau
Possenhofen Castle (German: Schloss Possenhofen) is located in the town of Possenhofen on the western shore of Lake Starnberg in Bavaria, Germany
Schloss Possenhofen ist eine Schlossanlage bestehend aus dem Alten Schloss, einem kubischen Walmdachbau mit vier quergestellten Ecktürmen, dem Neuen Schloss, auch Hufeisenbau genannt, und der Schlosskapelle, die zwischen beiden Baukörpern liegt und diese über einen Gang verbindet
Previous names
Schloss Possenhofen, Schloss Possenhofen
Description
Possenhofen Castle (German: Schloss Possenhofen) is located in the town of Possenhofen on the western shore of Lake Starnberg in Bavaria, Germany. History The castle was built in 1536 by Jakob Rosenbusch, was destroyed during the Thirty Years' War, then rebuilt. It passed through various owners before being bought in 1834 by Maximilian, Duke in Bavaria, father of "Sisi", the future Empress Elisabeth (wife of Emperor Franz Joseph I of Austria); thus, the castle is best remembered today as her childhood home and favourite vacation retreat. The castle served as a seat of the Dukes in Bavaria, a junior branch of the House of Wittelsbach, until it became derelict after 1920. Duke Luitpold Emanuel Ludwig Maria in Bavaria (1890-1973) sold it, as well as Biederstein Castle in Munich-Schwabing, in order to build his late romantic Schloss Ringberg. Possenhofen Castle subsequently served various functions—children's home, hospital, even a motorcycle repair shop—until being restored and converted to flats in the 1980s. The street address is Karl-Theodor-Strasse 14, Possenhofen.
Schloss Possenhofen ist eine Schlossanlage bestehend aus dem Alten Schloss, einem kubischen Walmdachbau mit vier quergestellten Ecktürmen, dem Neuen Schloss, auch Hufeisenbau genannt, und der Schlosskapelle, die zwischen beiden Baukörpern liegt und diese über einen Gang verbindet. Das Schloss befindet sich im Ortsteil Possenhofen der Gemeinde Pöcking im Landkreis Starnberg, Oberbayern. Prinzessin Elisabeth in Bayern (auch bekannt als „Sisi“), die spätere Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, verbrachte hier große Teile ihrer Kindheit, wodurch das Schloss später enorme Bekanntheit erlangte. Für die Trilogie der "Sissi-Filme" diente jedoch Schloss Fuschl am Fuschlsee im Salzkammergut als Szenerie. Geschichte bis 1918 Anfänge Bereits im 13. Jahrhundert stand auf einem langgestreckten Moränenhügel unweit des heutigen Schlosses (an der Stelle des heutigen Kalvarienberges) eine Burg. Gerhard von Sachsenhausen verkaufte den Adelssitz 1310 an das Kloster Schäftlarn. Wie lange die Burg bestand, ist nicht bekannt. 1515 erhielt der herzogliche Kanzler Jakob Rosenbusch den Ort Possenhofen durch Tausch von Herzog Wilhelm IV. mit der Bedingung, am Seeufer ein Herrenhaus zu errichten. Als Hintergrund ist das Bestreben des bayerischen Herrschers zu sehen, den Starnberger See durch den Bau umliegender Schlösser als Station für Seefeste und Hofjagden attraktiver zu machen. Es entstand ein Gebäude aus Holz, das von Herzog Wilhelm und dessen Bruder Ludwig bei einem Besuch kritisiert wurde. Rosenbusch ließ daraufhin 1536 das heute noch bestehende Schloss Possenhofen in Stein errichten. Das ältere hölzerne Gebäude diente daraufhin zur Unterbringung der Dienerschaft. Als Gunstbeweis wurde dem hochrangigen Politiker durch Herzog Wilhelm IV. die Edelmannsfreiheit gewährt und Possenhofen zur Hofmark erhoben. Rosenbusch erhielt 1548 das Dorf Feldafing, erwarb einige Gutshöfe in Pöcking sowie 1545 die Insel Wörth. Nach seinem Tod ging der Besitz an dessen Sohn Christoph Rosenbusch über, der wiederum die Hofmark Possenhofen 1582 an den Hauptmann Mathias von Schöll veräußerte. 1595 kaufte der bayerische Kanzler Hans Conrad Hörwarth von Hohenburg Schloss Possenhofen und den benachbarten Ort Pöcking. 1619 erbte dessen ältester Sohn Hans Caspar von Hörwarth die Besitzungen. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt das Schloss mehrmals Plünderungen und Verwüstungen. 1663 wurde der Schlossherr selbst Opfer schlimmer Misshandlungen und erging nur knapp dem Tod. Hörwarths Witwe verkaufte 1668 den Besitz für 30 000 Gulden an Kurfürst Ferdinand Maria. Schloss Possenhofen wurde fortan vom bayerischen Herrscherpaar und dessen Hofgesellschaft während Ausfahrten mit dem Prunkschiff Bucentaur und dessen Begleitflotte genutzt. Ferdinand Maria starb 1679. Dessen Sohn Kurfürst Max Emanuel überließ den Besitz 1685 seinem Hofkriegsratspräsidenten Johann Karl von Serényi, der sich beim Kämpfen gegen das Osmanische Reich verdient gemacht hatte. Serényi veräußerte das Schloss nur vier Jahre später an Johann Rudolf von Wämpl, der es umfassend renovieren und um eine Etage erhöhen ließ. Im Jahr 1700 stiftete Wämpl der Schlosskapelle ein neues Altarblatt mit der Geburt Christi von Andreas Wolff. 1779 kaufte Johann Kaspar Basselet von La Rosée die Hofmark Possenhofen, nachdem er bereits 1760 die südlich angrenzende Hofmark Garatshausen besaß. Ab 1834: Max in Bayern Nach mehreren aufeinander folgenden Besitzern aus der Familie La Rosée erwarb 1834 der aus einer Nebenlinie der Wittelsbacher stammende Herzog Max in Bayern die beiden benachbarten Hofmarken Possenhofen und Garatshausen mit ihren Schlössern für 145 000 Gulden. In der Folgezeit erfuhr das Schloss eine Neugestaltung der Fassaden, die Fenster erhielten Klappläden, das Innere ein repräsentatives Treppenhaus. Die raumhohen Kachelöfen aus der Erbauungszeit wurden durch weiße Kachelöfen im Stil des Spätklassizismus ersetzt. Die gewölbten Räume im Erdgeschoss blieben bestehen wie auch die Holzdecken in den großen Räumen zum See hin. Die alten Wirtschaftsgebäude westlich des Schlosses wurden durch den sogenannten Hufeisenbau, dessen Hofraum sich nach Norden öffnet, ersetzt. Die Erdgeschosse des West- und Südtrakts nahmen die Pferdeställe, Wagen- und Kutschenremisen auf und sind deshalb deutlich breiter angelegt. Darüber wohnten stets sehr zahlreiche Bedienstete. Der Architekt ist nicht bekannt, darf jedoch im Umkreis Friedrich von Gärtners oder von Daniel Ohlmüller gesehen werden, der 1854 die neue Kapelle zwischen Schloss und „Hufeisenbau“ errichtete. Ein Badehäuschen am See, eine Seeterrasse mit Panoramablick und ein Bootshaus kamen hinzu. „Possi“, wie die acht Kinder des Herzogpaars das Schloss liebevoll nannten, avancierte zum sommerlichen Lieblingsaufenthalt. Herzog Maximilian, der mit seiner Frau Ludovika eine arrangierte Ehe führte, hielt sich in Possenhofen äußerst selten auf. Das Schloss blieb sommerlicher Lieblingaufenthalt von Herzogin Ludovika auch nachdem ihre Kinder längst erwachsen waren. Kaiserin Elisabeth logierte mit ihrem umfangreichen Hofstaat 24 Jahre lang mehrere Wochen im nahegelegenen Hotel Strauch, das später in „Hotel Kaiserin Elisabeth“ umbenannt wurde. Um 1860 ließ das Herzogspaar das Alte Schloss nach dem Vorbild von Schloss Berg mit Änderungen versehen. Die flachen Pyramidendächer der vier Ecktürme wurden abgenommen, ihr Mauerkranz wie die Dachtraufe und die Spitze des Zeltdachs erhielten gotisierende Zinnen. Zeitgleich wurde die hufeisenförmige Dreiflügelanlage durch ein weiteres Geschoss aufgestockt und unterhalb der Traufe mit einem bemalten Gesims geschmückt. 1892 starb Herzogin Ludovika in Schloss Possenhofen. Das Schloss erbte ihr Sohn Karl Theodor. Obwohl der Lebensmittelpunkt des berühmten Augenarztes in München und Schloss Tegernsee lag, verbrachte er Sommeraufenthalte in Possenhofen. Nach dessen Tod im Jahr 1909 nutzte sein Sohn Ludwig Wilhelm in Bayern den Besitz. 1918: Nach Ende der Monarchie Die herzogliche Familie verwendete das Schloss nach dem Ersten Weltkrieg immer seltener. Der kinderlose Ludwig Wilhelm in Bayern stellte es schließlich in den 1920er-Jahren als Erholungsheim für Kinder zur Verfügung. 1936 fiel das Schloss durch Besitzteilung an Luitpold Emanuel in Bayern, der es 1940 an die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt zur Schaffung eines Müttergenesungsheimes veräußerte. Der Krieg verhinderte dieses Vorhaben. Stattdessen wurde eine Sanitätsausbildungseinheit der Luftwaffe untergebracht. Danach wurde das Schloss unter anderem als Lazarett, Versorgungskrankenhaus für schwer Kriegsversehrte verwendet. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges verkamen Schloss und Anlage zusehends. 1948 übernahm der Freistaat Bayern als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches den Besitz. Im selben Jahr erwarben die Kleinmotoren- und Mopedhersteller Erich und Kurt Bagusat das Schloss, um im „Hufeisenbau“ eine Fabrik für Fahrradhilfsmotoren einzurichten. Ab 1956 produzierte Kurt Bagusat hier auch Früchte in Alkohol für die Schokoladenindustrie. Daneben betrieben die beiden Industriellen in den Nebengebäuden des Schlosses einen Rennstall und züchteten Vollblüter. Diese Nutzungen und nicht zuletzt ein Schafstall im Erdgeschoss des Alten Schlosses führten zur Verwahrlosung mit beinahe komplettem Verlust der ursprünglichen Inneneinrichtung und Raumgestaltung. Seit 1981: Eigentumswohnanlage 1981 wurde die völlig heruntergekommene Schlossanlage von dem Kunstschaffenden Franz Schilke erworben. Der damalige Landrat Rudolf Widmann empfahl, die ruinierten Gebäude abzureißen und ein modernes Hotel an dieser Stelle zu errichten. Bei zahlreichen Teilen des maroden Gebäudekomplexes bestand Einsturzgefahr, das Mauerwerk war großflächig von Bauschwämmen und Pilzen befallen. Durch das Engagement von Schilke, gemeinsam mit weiteren als Bauherren auftretenden Investoren, wurde unter der Bauleitung der Münchner Architekten Erwin Schleich, Olivier Freiherr von Beaulieu-Marconnay und Alexander Krieger 1982–1984 die Sanierung und Umwandlung in eine Eigentumswohnanlage durchgeführt, wobei auch der Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Michael Petzet, einbezogen war. Das zu Eigentumswohnungen umgewandelte Schloss ist der Allgemeinheit unzugänglich. Die das Schloss beeinträchtigende Straßenführung wurde verlegt. Dafür wurde das vorgelagerte Seeufer der Öffentlichkeit überlassen. Seit 1985 ist eine zwei Hektar große Fläche vor der Schlossanlage für jedermann zugänglich. Fundamente der Seeterrasse, auf der Karl Stieler 1854 „Sissis“ Geschwister malte, sind bei Niedrigwasser noch sichtbar.
Useful information
Gratis Schlosspark Privateigentum, nur außerhalb zu besuchen
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