Plattenburg (castle)
Prignitz Brandenburg Germany
castle, chateau
Plattenburg (Burg)
Prignitz Brandenburg Germany
castle, chateau
The Plattenburg is a water castle in the independent municipality of Plattenburg in the German district of Prignitz in northwestern Brandenburg
Die Plattenburg ist eine Wasserburg bei der amtsfreien Gemeinde Plattenburg im Landkreis Prignitz im Nordwesten Brandenburgs
Previous names
Plattenburg (castle), Plattenburg (Burg)
Description
The Plattenburg is a water castle in the independent municipality of Plattenburg in the German district of Prignitz in northwestern Brandenburg. It was first documented in 1319, making it the oldest surviving water castle in northern Germany.
The lowland castle is located in Prignitz. Due to its picturesque location in a region of forests and lakeland, the castle was the summer residence of the bishops of Havelberg in the Middle Ages.
The castle was first mentioned in 1319, Bishop Reiner of Havelberg having purchased it from Margrave Waldemar of Brandenburg.
In 1548 Plattenburg became the seventh Prignitz district. After the death of the last bishop of Havelberg, Busso II, the Elector of Brandenburg, Joachim II, who had recently converted to the Lutheran Church, had his son Frederick IV elected as Bishop of Havelberg in 1551.
In 1552, the preacher Joachim Ellefeld burned the Wilsnack's holy blood hosts and was incarcerated at the Plattenburg. Elector Joachim II pledged the castle to his chamberlain, Matthias of Saldern. In 1560 he was given the castle and estate (including Wilsnack) as a heritable and personal enfeoffment.
Around 1600 an expansion of the upper castle was carried out in the Late Renaissance style under Burchard von Saldern. In 1631, during the Thirty Years' War, the King of Sweden Gustavus Adolphus issued a writ of protection (Schutzbrief) for the lords of Plattenburg. Some time later taught Burchard von Saldern built a new castle chapel in the bakehouse and brewery. In 1675, Swedish troops laid siege to the castle.
In 1724 the construction of timber-framed wing was carried out. The architect was Johann Jakob Müller from Brunswick. In 1883 the brick tower burned down at temperatures of minus 15°C, but was rebuilt even higher by Siegfried von Saldern.
Between 1925 and 1945 Sieghard von Saldern took over lordship of Plattenburg. In 1940 French prisoners of war were billeted in the chapel wing, part of the castle serving as a military hospital.
After the estate was expropriated by the state from the von Salderns in 1945, refugee families lived in the castle until 1960. In 1969, the keep was converted into a holiday home for the East German Deutsche Reichsbahn, and it was used as such until 1991. That same year, an association was founded to promote and preserve the Plattenburg and restoration began which has continued to the present (2008). In 1995, a memorial stone was erected in front of the varlets' house by the Federation of Expellees to the victims of forced displacement after the Second World War.
Today the Plattenburg is home to museum rooms, the wedding room of the municipality of Plattenburg and has overnight accommodation for around 30 people.
The Plattenburg is the last station on the Pilgrim Way from Berlin to Wilsnack to the Church of the Holy Sacrament in Bad Wilsnack.
Architectural features include examples of remarkable craftsmanship and artistic artefacts of the Late Renaissance period (door, sandstone staircase, fireplace) in the Great Hall (Rittersaal) and the halls in the Bishop's Wing.
Die Plattenburg ist eine Wasserburg bei der amtsfreien Gemeinde Plattenburg im Landkreis Prignitz im Nordwesten Brandenburgs. Sie ist auch ein Gemeindeteil von Kletzke, einem Ortsteil der Gemeinde Plattenburg. Die Plattenburg wurde 1319 das erste Mal urkundlich erwähnt.
Die Burg befindet sich in der Prignitz. Auf Grund ihrer malerischen Lage in der wald- und wasserreichen Gegend war die Burg im Mittelalter der Sommersitz der Bischöfe des Bistums Havelberg.
Die Burg wurde wahrscheinlich vor 1200 angelegt; Bischof Reiner von Havelberg erwarb sie 1319 vom brandenburgischen Markgrafen Waldemar von Brandenburg. Sie diente bis 1548 als Sommerresidenz der Havelberger Bischöfe. Im gleichen Jahr wurde die Plattenburg 7. Prignitzer Kreis. Nach dem Tod des letzten Havelberger Bischofs, Busso II., ließ Kurfürst Joachim II. von Brandenburg, der kurz zuvor zur lutherischen Kirche übergetreten war, 1551 seinen Sohn Friedrich IV. zum Bischof von Havelberg wählen.
Im Jahr 1552 verbrannte der Prediger Joachim Ellefeld die Wilsnacker Wunderbluthostien und wurde daraufhin auf der Plattenburg inhaftiert. Kurfürst Joachim II. von Brandenburg verpfändete die Burg seinem Kämmerer Matthias von Saldern, im Jahr 1560 Burg und Herrschaft (einschließlich Wilsnack) sogar als erb- und eigentümliches Lehen.
Um 1600 erfolgte ein Ausbau der Oberburg im Stil der Spätrenaissance unter Burchard von Saldern. Im Jahr 1631, im Dreißigjährigen Krieg, stellte der Schwedenkönig Gustav II. Adolf einen Schutzbrief für die Herrschaft Plattenburg aus. Einige Zeit später richtete Burchard von Saldern eine neue Burgkapelle im Back- und Brauhaus ein. 1675 wurde die Burg durch schwedische Truppen belagert.
Im Jahr 1724 erfolgte der Bau des Fachwerkflügels; Architekt war Johann Jakob Müller aus Braunschweig.
Unter Adolf Friedrich von Saldern (1802–1862) kam es 1861 bis 1865 nach Plänen Friedrich August Stülers zu Umbauten an den Gebäuden der Oberburg, die die Burg bis heute prägen. Im Mittelpunkt der Arbeiten standen die Neugestaltung des Rittersaales und einiger angrenzender Räume, die Erneuerung des Wohnflügels sowie die Erbauung eines neuen Turmes. Dieser war ein Stockwerk tiefer als der jetzige und ist erst 1883 unter Siegfried von Saldern nach einem Brand von Baurat Wilhelm Martens durch einen Aufbau zur heutigen Form erhöht worden.
Zwischen 1925 und 1945 übernahm Sieghard von Saldern die Herrschaft von Plattenburg. 1940 quartierten die deutschen Behörden kriegsgefangene Franzosen im Kapellenflügel ein; die Burg diente teilweise als Lazarett.
Nach der Enteignung der Familie von Saldern im Jahr 1945 lebten bis 1960 Flüchtlingsfamilien auf der Burg. Die Gebäude der Unterburg gerieten in Verfall, Teile der Vorburg wurden unmittelbar nach 1945 abgerissen. 1969 wurde die Hochburg zum Ferienlager der Deutschen Reichsbahn ausgebaut, das bis 1991 genutzt wurde. Im selben Jahr gründete sich der Verein zur Förderung und Erhaltung der Plattenburg e. V., und die Restaurierungen begannen, die bis 2013 andauerten. Im Jahr 1995 weihte der BdV einen Gedenkstein für Opfer von Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg vor dem Knappenhaus, außerhalb der Burgmauer, ein.
Seit Anfang der 2000er Jahre beherbergt die Plattenburg Museumsräume, den Trauraum der Gemeinde Plattenburg und Übernachtungsmöglichkeiten für annähernd 30 Personen. Die Gastronomie ist verpachtet; sie verwendet ein Kunstwappen, das keinen Bezug zur Geschichte der Burg hat. Seit 2014 gibt es eine Burg-Brauerei.
Die Plattenburg ist die vorletzte Station auf dem Pilgerweg von Berlin nach Wilsnack zur dortigen Wunderblutkirche.
Die gesamte Anlage der Wasserburg wird von einem Burggraben und teilweise einem zweiten Wallgraben umgeben. Sie besteht aus der Oberburg, dem Burghof und der Unterburg sowie einer früheren Kapelle und einer Vorburg, die aus den Wirtschaftsgebäuden entstand. Zwischen den Bauwerken erstrecken sich Gärten wie ein Kräutergarten, ein Waldgarten und ein Blumengarten. Als architektonische Besonderheiten enthalten der Rittersaal und die Halle im Bischofsflügel beachtliche handwerklich-künstlerische Zeugnisse der Spätrenaissance (Tür, Sandsteintreppe, Kamin).
Das Knappenhaus in der Unterburg wurde im 16. Jahrhundert entlang der Wehrmauer errichtet und diente der Unterbringung des militärischen Schutzpersonals, später auch nur der Burgverwaltung. Das dreigeschossige Backsteingebäude wurde im Inneren im Jahr 1878 stark umgebaut. Seit 1993 steht es leer (Stand im August 2016), lediglich Fledermäuse und Vögel nutzen das Haus.