Eltz Castle
Mayen-Koblenz Rheinland-Pfalz Germany
castle, chateau
Burg Eltz
Mayen-Koblenz Rheinland-Pfalz Germany
castle, chateau
Eltz Castle (German: Burg Eltz) is a medieval castle nestled in the hills above the Moselle River between Koblenz and Trier, Germany
Die Burg Eltz ist eine Höhenburg aus dem 12
Previous names
Eltz Castle, Burg Eltz
Description
Eltz Castle (German: Burg Eltz) is a medieval castle nestled in the hills above the Moselle River between Koblenz and Trier, Germany. It is still owned by a branch of the same family (the Eltz family) that lived there in the 12th century, 33 generations ago. Bürresheim Castle (Schloss Bürresheim), Eltz Castle and Lissingen Castle are the only castles on the left bank of the Rhine in Rhineland-Palatinate which have never been destroyed. The castle is surrounded on three sides by the Elzbach River, a tributary on the north side of the Moselle. It is on a 70-metre (230 ft) rock spur, on an important Roman trade route between rich farmlands and their markets. The Eltz Forest has been declared a nature reserve by Flora-Fauna-Habitat and Natura 2000. The castle is a so-called Ganerbenburg, or castle belonging to a community of joint heirs. This is a castle divided into several parts, which belong to different families or different branches of a family; this usually occurs when multiple owners of one or more territories jointly build a castle to house themselves. Only a very rich medieval European lord could afford to build a castle on his land; many of them only owned one village, or even only a part of a village. This was an insufficient base to afford a castle. Such lords lived in a knight's house, which was a simple house, scarcely bigger than those of his tenants. In some parts of the Holy Roman Empire of the German Nation, inheritance law required that the estate be divided between all successors. These successors, each of whose individual inheritance was too small to build a castle of his own, could build a castle together, where each owned one separate part for housing and all of them together shared the defensive fortification. In the case of Eltz, the family comprised three branches and the existing castle was enhanced with three separate complexes of buildings. The main part of the castle consists of the family portions. At up to eight stories, these eight towers reach heights of between 30 and 40 metres (98 and 131 ft). They are fortified with strong exterior walls; to the yard they present a partial framework. About 100 members of the owners' families lived in the over 100 rooms of the castle. Platteltz, a Romanesque keep, is the oldest part of the castle, having begun in the 9th century as a simple manor with an earthen palisade. By 1157 the fortress was an important part of the empire under Frederick Barbarossa, standing astride the trade route from the Moselle Valley and the Eifel region. In 1472 the Rübenach house, built in the Late Gothic style, was completed. Remarkable are the Rübenach Lower Hall, a living room, and the Rübenach bedchamber with its opulently decorated walls. Between 1490 and 1540, the Rodendorf house was constructed, also in Late Gothic style. It contains the vaulted "banner-room". The Kempenich houses were finished about 1530. Every room of this part of the castle could be heated; in contrast, other castles might only have one or two heated rooms. The Rübenach and Rodendorf families' homes in the castle are open to the public, while the Kempenich branch of the family uses the other third of the castle. The public is admitted seasonally, from April to October. Visitors can view the treasury, with gold, silver and porcelain artifacts and the armory of weapons and suits of armor. From 1965 to 1992, an engraving of Eltz Castle was used on the German 500 Deutsche Mark note. The starting events of Le Feu de Wotan, a Belgian bande dessinée in the Yoko Tsuno series, take place in Eltz Castle. The castle was also used as the exterior for the fictional American military lunatic asylum in the 1979 William Peter Blatty movie, The Ninth Configuration, starring Stacy Keach. Eltz castle also inspired the castle featured chiefly on the World of Tanks map Himmelsdorf and its winter derivative. The model of the castle is also reused on the maps Westfield and Erlenberg.
Die Burg Eltz ist eine Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert. Sie liegt im Tal der Elz, die das Maifeld von der Eifel trennt, südlich der Ortslage auf der Gemarkung der Ortsgemeinde Wierschem in Rheinland-Pfalz auf 320 m ü. NHN. Das Bauwerk gehört zu den bekanntesten Burgen Deutschlands. Wie das Schloss Bürresheim und die Burg Lissingen ist es eine jener Befestigungsanlagen in der Eifel, die niemals erobert werden konnten. Die Burg im Tal des Elzbaches (auch: Elz) wurde wahrscheinlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts an einem Handelsweg zwischen dem Moselland und dem fruchtbaren Maifeld erbaut. Der Name Eltz wird erstmals 1157 in einer Schenkungsurkunde Friedrichs I. Barbarossa erwähnt, in der „Rudolphus de Elze“ als Zeuge auftritt. Der spätromanische Bergfried Platt-Eltz und Reste des romanischen Wohnhauses sind heute noch erhalten. Die Burg wird auf drei Seiten von der Elz umflossen und ragt auf einem bis zu 70 Meter hohen, elliptischen Felskopf empor. Die Erbauer orientierten sich bei der Anlage an der Form der Felsformation. Dadurch entstanden die teilweise ungewöhnlichen Grundrisse der einzelnen Räume. Zu einer ersten Stammesteilung der Herren von Eltz kam es noch vor 1268 unter den Brüdern Elias, Wilhelm und Theoderich, wobei die Burg und die dazugehörigen Güter unter den drei Brüdern aufgeteilt wurden. Die Namen der Hauptlinien stammen jeweils von den angeheirateten Gattinnen, die jeweils von der Burg Kempenich, aus Rübenach und Rodendorf (heute Château-Rouge, Departement Moselle, Lothringen) stammen. Alle Familien verblieben danach auf der Burg in einer Ganerbengemeinschaft; die Burg Eltz war fortan eine Ganerbenburg, auf der die Teilbauten der Burg die Namen der Teillinien tragen. Durch den Ankauf des Anteils des Freiherrn von Eltz-Rübenach (silberner Löwe) gelangte die Stammburg 1815 in den Alleinbesitz der Hauptlinie der Grafen und Edlen von und zu Eltz, gen. Faust von Stromberg (Eltz-Kempenich; goldener Löwe). Mit Münstermaifeld bestand über die Jahrhunderte hinweg eine Verbindung. Die Eltzer Herren waren über das ganze späte Mittelalter hinweg in der Verwaltung der Stadt tätig. In der ehemaligen Stiftskirche Münstermaifeld finden sich auch Eltzer Gräber, besonders kunstvoll die Epitaphien des Ehepaares Cuno von Eltz und Ella von Esch, zwei Reliefplatten aus Basalt. Auch das Marmorgrab des Nikolaus von Eltz und seiner Frau Maria von Hoort sowie ein Marmordenkmal für deren Sohn Johann Wilhelm Antonius Bertramus Herr zu Eltz, seinerseits Domherr zu Trier, sind zu finden. Söhne derer von Eltz waren zu allen Jahrhunderten Kanoniker im Stift Münstermaifeld. Durch einen viele Jahrzehnte währenden Streit mit dem Papst wurde Lothar von Eltz, 1267 vom Kapitel zu Monster Meynfelt zum rechtmäßigen Praepositus gewählt, bekannt. Einer der tatkräftigsten Stiftspröpste in Münstermaifeld war Elias von Eltz (1331–1347). In den Jahren 1331–1336 kam es zu den einzigen schweren kriegerischen Auseinandersetzungen, die die Burg erlebte. Während der „Eltzer Fehde“ widersetzten sich die Eltzer Herren zusammen mit anderen freien Reichsrittern der Territorialpolitik des Erzbischofs und Kurfürsten Balduin von Trier. Zur Belagerung und einer möglichen Einnahme der Burg Eltz durch den Beschuss mit Katapulten ließ der Erzbischof des Bistums Trier auf einem Felsenvorsprung am Hang über der Burg die heute nur noch mit wenigen Ruinenmauern erhaltene Belagerungsburg Trutzeltz errichten. Jeglicher Burgzugang wurde vereitelt, so dass die Burg von allem Nachschub abgeschnitten war. Zwei Jahre konnten die Belagerten durchhalten, mussten dann aber aufgeben, als die Burgbesatzung von Hunger geschwächt war. Die freien Reichsritter mussten auf ihre Reichsfreiheit verzichten. Balduin ernannte Johann wieder zum Burggrafen, allerdings als seinen Untertanen und nicht mehr als freien Ritter. Auf die Heirat von Hans Adolf zu Eltz mit Katharine von Brandscheid zu Rodendorf im Jahre 1563 geht der Name Eltz-Rodendorf zurück. Außerdem erwarb er durch die Heirat die Herrschaft Rodendorf im Lothringer Amt Busendorf (heute: Bouzonville). Zwischen 1490 und 1540 wurden auf der Burg Eltz die später so genannten Rodendorfer Häuser erbaut. Die Hoffront der Häuser öffnet sich mit einer auf drei Pfeilern ruhenden gewölbten Vorhalle. Neben ihr befindet sich ein in die Außenmauer eingelegtes Madonnenmosaik aus dem 19. Jahrhundert. Der 1510 geborene Jakob III. von Eltz war einer der bedeutendsten Kurfürsten in der Geschichte des Erzbistums Trier. Jakob zu Eltz wurde nach seinem Studium am 15. September 1525 Domherr von Trier und am 13. Oktober 1547 Domdekan. Außerdem war er ab 1564 Rektor der Universität Trier. Schließlich wurde er 1567 in Koblenz zum Erzbischof gewählt. 1604 bis 1661 wurden die Kempenicher Häuser errichtet. Durch ihre architektonische Komposition und ihr schön gegliedertes Fachwerk runden sie den malerischen Gesamteindruck des Innenhofes ab. Unter dem mächtigen Treppenturm wurde ein Brunnen erbaut, der der Wasserversorgung der gesamten Burg diente. Die Bauarbeiten wurden von Hans Jakob zu Eltz und dessen Ehefrau Anna Elisabeth von Metzenhausen verstärkt betrieben und zu Ende gebracht. Hans Jakob zu Eltz wurde am 15. Juli 1624 mit dem Amt des Trierer Erbmarschalls betraut. Ihm stand der Oberbefehl und die Führung der Trierer Ritterschaft zu. In der Zeit von 1665 bis 1743 erreichten die Eltzer im Kurstaat Mainz ihren größten Einfluss. Der 1665 geborene Philipp Karl von Eltz trat 1686 in das deutsch-ungarische Kolleg in Rom ein. Nach dem Tod des Mainzer Kurfürsten wurde Philipp Karl zu dessen Nachfolger gewählt. Er war damit geistlicher Führer und mächtigster Kirchenfürst nördlich der Alpen. Im Pfälzer Erbfolgekrieg von 1688 bis 1689 wurde ein Großteil der rheinischen Burgen zerstört. Da Hans Anton zu Eltz-Üttingen ein ranghoher Offizier im französischen Heer war, konnte er die Burg Eltz vor der Zerstörung bewahren. Graf Hugo Philipp zu Eltz wurde während der französischen Herrschaft am Rhein von 1794 bis 1815 als Emigrant behandelt. Seine Besitztümer am Rhein und in der Nähe von Trier wurden eingezogen. Die Burg Eltz und die dazugehörigen Güter waren der Kommandantur in Koblenz unterstellt. Als sich später herausstellte, dass Graf Hugo Philipp nicht emigriert, sondern in Mainz geblieben war, kam er 1797 wieder zur Nutznießung seiner Güter und Renten. Er wurde 1815 durch den Kauf des Rübenacher Hauses und des Grundbesitzes der Freiherren von Eltz-Rübenach alleiniger Besitzer der Burg. Im 19. Jahrhundert setzte sich Graf Karl zu Eltz sehr für die Restaurierung seiner Burg ein. In der Zeit von 1845 bis 1888 wurde die beträchtliche Summe von 184.000 Mark in die umfangreichen Bauarbeiten investiert. Dies entspricht nach heutiger Kaufkraft ca. 8 Millionen Euro. Er ging dabei sehr behutsam vor und berücksichtigte die vorhandene Architektur. Ein Brand, der am 20. September 1920 im Südteil des Kempenicher Hauses ausbrach und auf weitere Gebäudeteile übergriff, zog umfassende Renovierungen und Wiederherstellungen nach sich. Zerstört worden waren insbesondere der Kapellenbau und das darüber gelegene Archiv, die Ausstattung des Kempenicher Hauses und der zehn oberen Räume des Rodendorfer Hauses. 1930 fanden die Wiederherstellungs- (Haus Kempenich) und Wiederaufbauarbeiten (Kapelle und Haus Rodendorf) zunächst ihren Abschluss. Seit mehr als 800 Jahren befindet sich die Burg im Besitz der gleichnamigen Familie. Ihr jetziger Eigentümer, Karl Graf und Edler Herr von und zu Eltz-Kempenich, genannt Faust von Stromberg, lebt in Frankfurt am Main und auf dem Eltzer Hof zu Eltville am Rhein. Er übernahm die Aufgabe, die Burg für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten, ihre Substanz zu sichern und sie an die 34. Generation weiterzureichen. In den Jahren 2009 bis 2012 fanden umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten statt. Unter anderem war das Gewölbe des Fahnensaals wegen der auseinanderweichenden Mauern gefährdet, und der Vorbau des Kempenicher Hauses wurde statisch gesichert. Neben diesen statischen Reparaturen wurden fast alle Schieferdächer erneuert. In den Dachwerken wurden konstruktive Probleme behoben und Holzschädlinge bekämpft. Im Innenbereich wurden Heizungs- und Sanitäranlagen, Fenster und Brandmeldeanlage erneuert und zudem der historische Putz, die Fachwerkfassaden sowie eine Spindeltreppe restauriert. Die Sanierungskosten beliefen sich insgesamt auf rund 4,4 Millionen Euro. Gefördert wurden die Maßnahmen u.a. durch einen Zuschuss aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung mit 2 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Eigentümer stellten weitere Mittel zur Verfügung.
Useful information
Parking Fees: - for cars / motorbikes: EUR 2.00 - for cars with trailers / camper vans: EUR 4.00 - for busses: free of charge Entrance Fees for the Guided Tour and the Treasury: EUR 10.00 Entrance Fees for the Guided Tour and the Treasury: - students and disabled visitors: EUR 6.00 Entrance Fees for the Guided Tour and the Treasury: - Adults in a group of more than 20 people*: each EUR 9.00 - Students in school classes**: each EUR 6.00 - Family Ticket (2 adults, 2 children): EUR 28.00 *The tour guide and the bus driver can enter free of charge ** A teacher and the bus driver can enter free of charge - Foreign visitors are given a free flyer with English translations of the labels - The tour guide and the bus driver can enter free of charge - free translation in Chinese, English, French, Italian, Japanese, Dutch, Portuguese, Russian or Spanish Pets are not allowed indoors at Eltz Castle.
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